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MyMovIT – SaaS-Plattform für die Digitalisierung von Dienstleistungsbetrieben

MyMovIT ist eines meiner ersten grösseren Softwareprojekte und entstand 2018 aus dem Ziel, administrative Prozesse kleiner und mittelständischer Dienstleistungsbetriebe zu vereinfachen und zu digitalisieren.

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MyMovIT – SaaS-Plattform für die Digitalisierung von Dienstleistungsbetrieben

Zeitraum: 2018 – 2025 · Kunde: Eigenentwicklung / verschiedene KMU

Überblick

MyMovIT ist eines meiner ersten grösseren Softwareprojekte und entstand 2018 aus dem Ziel, administrative Prozesse kleiner und mittelständischer Dienstleistungsbetriebe zu vereinfachen und zu digitalisieren.

Aus einer zunächst überschaubaren Idee entwickelte sich eine umfassende SaaS-Plattform mit Online-Terminbuchung, Agenda, Kundenmanagement, Kassensystem sowie Funktionen für Reporting und betriebliche Organisation. Kunden können Termine selbstständig online buchen, während Unternehmen ihre Kunden, Termine und täglichen Geschäftsprozesse zentral verwalten können.

Für mich war MyMovIT weit mehr als ein reines Entwicklungsprojekt. Ich begleitete das Produkt über den gesamten Lebenszyklus hinweg: von der ersten Bedarfserhebung über Prototyping, UX/UI-Design und technische Umsetzung bis hin zu Verkauf, Einführung bei Kunden, Betrieb und Support.

Dadurch lernte ich früh, Software nicht nur aus technischer Sicht zu betrachten, sondern als Produkt, das ein konkretes Geschäftsproblem lösen und für den Anwender einen messbaren Nutzen schaffen muss.

Mit MyMovIT habe ich nicht einfach Software entwickelt. Ich habe gelernt, aus einem realen Kundenproblem ein Produkt zu machen und es über seinen gesamten Lebenszyklus zu verantworten.

Story

Die Idee für MyMovIT entstand 2018 aus der Beobachtung eines sehr alltäglichen Problems: Viele kleinere Dienstleistungsbetriebe arbeiteten noch mit einer Mischung aus Papieragenda, Telefon, einzelnen digitalen Tools und manuellen administrativen Prozessen.

Bevor ich mit der eigentlichen Entwicklung begann, beschäftigte ich mich deshalb intensiv mit den realen Arbeitsabläufen der späteren Nutzer. Welche Aufgaben kosten im Alltag besonders viel Zeit? Wo entstehen Medienbrüche? Welche Informationen werden mehrfach erfasst? Welche Tätigkeiten könnten automatisiert werden?

Aus Gesprächen, Beobachtungen und direktem Feedback entstanden die ersten Anforderungen. Dabei war mir wichtig, nicht einfach bestehende analoge Prozesse eins zu eins zu digitalisieren. Stattdessen wollte ich verstehen, warum ein Prozess existiert und wie er mit Software einfacher gestaltet werden kann.

Auf Basis dieser Erkenntnisse entstanden erste Konzepte und Prototypen. Funktionen wurden schrittweise umgesetzt, mit Anwendern getestet und anhand ihres Feedbacks weiterentwickelt. So entwickelte sich aus einer ursprünglichen Anwendung zunehmend eine Plattform für verschiedene zentrale Geschäftsprozesse.

Ein wichtiger Bestandteil war die Online-Terminbuchung. Kunden sollten unabhängig von Öffnungszeiten verfügbare Termine sehen und selbst buchen können. Gleichzeitig mussten diese Buchungen direkt mit der internen Agenda und den Kundendaten zusammenspielen. Automatische Terminerinnerungen sollten zusätzlich administrative Arbeit reduzieren und helfen, vergessene Termine zu vermeiden. Diese Funktionen sind bis heute ein zentraler Bestandteil des Produkts.

Mit der Zeit kamen weitere Bereiche hinzu: Kundenmanagement, Kassensystem, Finanz- und Reportingfunktionen sowie Möglichkeiten zur individuellen Anpassung an unterschiedliche Unternehmen.

Eine der wichtigsten Erfahrungen aus diesem Projekt war für mich die enge Verbindung zwischen Produktentwicklung und Kundenkontakt.

Ich entwickelte die Software nicht isoliert, sondern präsentierte sie potenziellen Kunden, erklärte den Nutzen, führte die Lösung ein und nahm anschliessend deren Rückmeldungen entgegen. Damit war ich gleichzeitig Entwickler, Product Owner, UX-Designer, Ansprechpartner und teilweise auch Verkäufer.

Gerade dieser direkte Kontakt hatte grossen Einfluss auf die Entwicklung. Kunden denken nicht in Datenbanken, Komponenten oder APIs. Sie denken in Problemen wie:

«Ich verliere zu viel Zeit am Telefon.»

«Meine Kunden vergessen ihre Termine.»

«Ich möchte wissen, wie mein Geschäft läuft.»

Die Aufgabe bestand darin, solche Bedürfnisse in einfache digitale Prozesse und letztlich in technische Anforderungen zu übersetzen.

Genau diese Denkweise prägt meine Arbeit bis heute.

Umsetzung

Bei MyMovIT übernahm ich einen grossen Teil der Produktentwicklung eigenständig und verantwortete den gesamten Weg von der Idee bis zum produktiven Einsatz.

Anforderungserhebung

Am Anfang stand nicht die Technologie, sondern der Geschäftsprozess. Gemeinsam mit Anwendern analysierte ich bestehende Abläufe und identifizierte wiederkehrende administrative Aufgaben, Medienbrüche und Optimierungspotenziale. Aus diesen Erkenntnissen leitete ich Anforderungen und mögliche Funktionen ab. Anforderungen wurden dabei nicht als statisches Pflichtenheft betrachtet, sondern kontinuierlich durch Feedback und reale Nutzung weiterentwickelt.

Prototyping

Neue Funktionen wurden zunächst konzeptionell und teilweise als einfache Prototypen ausgearbeitet. Dadurch konnte ich früh überprüfen, ob ein geplanter Workflow für die späteren Anwender verständlich war. Gerade bei Funktionen wie Terminbuchung, Agenda oder Kassensystem war eine möglichst geringe Bedienkomplexität entscheidend.

UX/UI Design

Neben der technischen Umsetzung beschäftigte ich mich intensiv mit der Benutzerführung. Das Ziel war nicht, möglichst viele Funktionen sichtbar zu machen, sondern komplexe Geschäftsprozesse so weit zu reduzieren, dass sie auch von Personen ohne technischen Hintergrund intuitiv genutzt werden können. Dabei lernte ich früh einen Grundsatz, der mich bis heute begleitet: Technische Komplexität sollte möglichst im System bleiben und nicht beim Benutzer landen.

Softwareentwicklung

Anschliessend setzte ich die Plattform technisch um und entwickelte sie über mehrere Jahre kontinuierlich weiter. Dabei entstanden verschiedene miteinander verbundene Module für Terminplanung, Kundenverwaltung, Verkaufsprozesse, Reporting und weitere administrative Aufgaben. Ein besonderer Fokus lag auf der Integration dieser Bereiche. Statt mehrere voneinander unabhängige Werkzeuge zu verwenden, sollten Informationen zentral verfügbar sein und Prozesse möglichst automatisch ineinandergreifen.

Iterative Produktentwicklung

MyMovIT wurde nicht einmal entwickelt und danach abgeschlossen. Neue Anforderungen entstanden aus dem tatsächlichen Einsatz. Kundenfeedback führte zu Anpassungen, neue Anwendungsfälle zu zusätzlichen Funktionen und bestehende Prozesse wurden laufend verbessert. Dadurch entwickelte sich das Produkt iterativ weiter.

Verkauf und Einführung

Neben Entwicklung und Design war ich auch direkt an der Vermarktung beteiligt. Ich präsentierte die Software potenziellen Kunden, analysierte deren Anforderungen und zeigte auf, wie ihre bestehenden Prozesse mit MyMovIT digitalisiert werden konnten. Dadurch lernte ich eine wichtige Lektion: Gute Software verkauft sich nicht über ihre technische Architektur. Entscheidend ist, ob der Kunde versteht, welches Problem sie für ihn löst.

Support und Betrieb

Auch nach der Einführung blieb ich Ansprechpartner für die Anwender. Ich unterstützte Kunden bei Fragen, analysierte Probleme und nahm Verbesserungsvorschläge auf. Diese Rückmeldungen flossen wiederum direkt in die Weiterentwicklung ein. Dadurch entstand ein kontinuierlicher Kreislauf: Verstehen → Entwerfen → Entwickeln → Ausliefern → Beobachten → Verbessern.

MyMovIT war damit eines der Projekte, durch das ich früh gelernt habe, Softwareentwicklung ganzheitlich zu betrachten: nicht nur als Implementierung von Code, sondern als Zusammenspiel aus Business, Product, UX, Engineering und Kundenbedürfnissen.

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Ob neue Produktidee, Modernisierung oder zusätzliche Architektur- und Engineering-Verantwortung: Ein kurzes Gespräch reicht meist, um zu sehen, ob ich sinnvoll unterstützen kann.

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